UX Konferenzen 2019

Heuer leider ein bisschen spät, aber nun gut, hier ist sie, die Liste der UX Konferenzen in 2019 die ich persönlich interessant finde.

London UX Conference

London, Great Britain  –  30 März – 5 April 2019

7 Tage Workshops von den Urgesteinen des UX, der Nilson Norman Group. Der Fokus liegt auf Workshops die Punkte für eine UX- Zertifikation bringen. Die Zertifizierung erfolgt in den Kategorien

  • Interaction Design
  • Mobile & Multi-Channel UX
  • Mobile Foundations
  • UX Management
  • UX Research
  • Web Design

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UX -Konferenzen 2018

Vor der Konferenz ist nach der Konferenz. Bald ist Weihnachten und das alte Jahr geht dem Ende entgegen. Zeit mal zu schauen welche UX Konferenzen nächstes Jahr interessant werden könnten.

#btconf Munich Germany – 15. bis 17. Jan 2018

Das neue Jahr kreativ beginnen. Dieses Jahr mit u.a. mit Design-Legende Stefan Sagmeister himself. beyondtellerrand ist eine Konferenz für Webentwickler und Designer, die über den Tellerrand hinausschauen wollen.

beyondtellerrand München

NN /g London UX Conference –  17. bis 23. März 2018

Der Klassiker von den Urgesteinen der Usability. Es gibt 7 Tage voll mit Ganztagesworkshop und die Möglichkeit zur Zertifizierung.

UX Conference Website

#btconf Düsseldorf –  07. bis 09. Mai 2018

…und noch einmal beyondtellerrand in einer wunderbaren Location in Düsseldorf. Hier stehen noch nicht alle Speaker und Themen fest.

beyondtellerrand Düsseldorf

 

UXLX Lisbon – 22. bis 25. Mai 2018

4 wunderbare Tage mit über 20 Workshops, Weltklasse-Speaker und leckerem portugiesischem Essen.

UXLX

 

push.conference München -tba

2 Tage im Oktober in München. Leider hab ich es noch nie geschafft hinzugehen. Die Kollegen waren begeistert.

push conference München

 

World Usability Congress,  Graz – 16. bis 18. Oktober

In Graz geht es nicht nur um die Usability von Online-Produkten, hier bekommt man auch mal Einblick in ganz andere Prozesse (Autoindustrie oder Service-Design zum Beispiel.) Ich finde das sehr spannend. Leider gibt es nicht so viele Workshops, der Fokus liegt auf Vorträgen.

World Usability Congress Graz

Styleguides sind tot

…es lebe der Styleguide

Das Thema Styleguide war schon immer sehr umfangreich, nun hat der Begriff Styleguide in letzter Zeit einiges an Erweiterung erfahren.

Heute verstehen wir meist nicht mehr nur die Auflistung der Farben, Schriftauszeichnungen und UI-Elemente und wie diese verwendet werden dürfen. Man liest auch kaum mehr den Ausdruck Styleguide, es haben sich eher Begriffe wie Design Guide oder Design Language etabliert. Dabei bedienen die modernen Design Guides das ganze Spektrum dessen was wir unter Experience Design verstehen. Hier geht es um die Erfahrung rund um das Produkt oder die Marke im Ganzen.

Sehr schöne Beispiele sind die Seiten von Atlassian die einen sehr breiten Ansatz mit vielen Anleitungen und Erklärungen bieten.

Starken Fokus auf die User-Experience legt auch die Design Language von IBM

 

Wer sich für Design-Systeme interessiert dem sei das Buch „Atomic Design“ von Brad Frost ans Herz gelegt, der die Gestaltung von UI-Elementen für Design Systeme am Periodensystem der Elemente angelehnt hat.

Wie werde ich UX Designer

Als UX Designer ist man bisher oft immer noch ein Exot, selbst in Softwarefirmen. Schön zu beobacheten ist, dass das Thema User Experience in letzter Zeit bekommt immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Ich werde immer öfter nach Ausbildungsmöglichkeiten gefragt. Hier eine kleine Auswahl zum Thema „Wie werde ich Usability Experte“:

Weiterbildungen

Fraunhofer Institut Bonn

Das Fraunhofer FIT bietet berufliche Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Usability bis hin zum »Zertifizierten Usability Professional« auf Expertenniveau (Expert Level) an.
Die Theorie- und Praxisbasis kann in der Ausbildung zum Zertifizierten Usability Engineer erworben werden. Sie bildet das Basisniveau (Foundation Level) der Weiterbildungsreihe. Im Rahmen dieser Ausbildung lernen die Teilnehmer alle benutzer-orientierten Gestaltungsaktivitäten gemäß ISO 9241-210 kennen und sammeln Methodenwissen sowie erste Methodenpraxis als Vorbereitung für die selbstständige Durchführung dieser benutzer-orientierten Gestaltungsaktivitäten in Entwicklungsprojekten.
http://www.usability-ux.fit.fraunhofer.de/de/weiterbildungen-usability-und-user-experience-design.html

TH Nürnberg

Ganz neu in Nürnberg ist die Weiterbildung zum Usability Engineer
http://www.th-nuernberg.de/seitenbaum/home/studienbuero/rechtsgrundlagen/studien-und-pruefungsordnungen-der-fakultaeten/elektrotechnik-feinwerktechnik-informationstechnik/weiterbildung/page.html

artop Berlin

Laut Selbstbeschreibung der bekannteste Anbieter in Deutschland.
http://www.artop.de/ausbildung-zum-usability-consultant

FH Deggendorf

Solide und günstige Ausbildung in Nordbayern
https://www.th-deg.de/de/weiterbildung/zertifikate/usability-engineer

Masterstudiengänge

Hochschule Rhein Waal

http://www.hochschule-rhein-waal.de/de/fakultaeten/kommunikation-und-umwelt/studienangebot/masterstudiengaenge/usability-engineering-msc
http://www.hochschule-rhein-waal.de/de/fakultaeten/kommunikation-und-umwelt/

Hochschule Niederrhein

http://www.hs-niederrhein.de/services/studieninteressierte/studienangebote/studiengang/m-sc-human-factors-engineering/

und noch einige mehr..
http://www.master-and-more.de/master-human-computer-interaction.html

Berufsverbände

German UPA:
http://www.germanupa.de/

UPxA
http://www.upassoc.org

UPA Expertenvorstellung

Um den Austausch zwischen den fachlich so breit gefächerten German UPA Mitgliedern zu fördern und die verschiedenen Blickwinkel auf das Thema Usability kennenzulernen, stellt die German UPA 2mal pro Woche ein Mitglied persönlich vor.

Ich bin auch dabei 🙂

G-UPA Mitglied der halbWoche: Bele Eisenmann
Mitteilung vom 18.11.2014

http://www.germanupa.de/aktuelles/blog/g-upa-mitglied-der-halbwoche-bele-eisenmann.html

Einhörner und andere mystische Gestalten

Die Einhörner sind derzeit ja in aller UX-Munde. Zur Zeit begegnet es mir an allen Ecken und Enden. Teils auch in sehr lustigen Varianten.
Als „backer“ von J. Spools und Dr. Jensen-Inmans Unicorns Institut bin ich ein bekennendes Unicorn.
Zu unser aller Erheiterung eröffne ich hiermit meine „UX Unicorns Have Fun“ Sammlung.

UX Unicorn Photoalbum:
Ein Fundstück von Facebook Seite „streetArtinGermany“ – Artist unknown

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Unicorn Sticker „middlefinger“ von i am Jesus Christ
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Neue UX Strategie bei SAP

SAP hat mit seiner App Collection Fiori eine Produktlinie auf den Markt gebracht, die eine vollkommen neue User Experience Stragtegie zur Grundlage hat.

Die Apps sprechen eine konsistente Design Sprache und nutzen moderne Web-Technologien. Inhaltlich werden die Haupt-Anwendungsszenarien fokussiert, der Nutzer soll nicht mit Features belastet werden, die nicht seinen Arbeitsprozessen entsprechen.
Durch responsive Umsetzung wird die Anwendung auf sämtlichen heute üblichen Geräten unterstützt.
Wenn diese Apps sich so smart nutzen lassen wie sie aussehen, muss ich sagen: SAP hat hier alles richtig gemacht.
Weiterlesen „Neue UX Strategie bei SAP“

border:none Mini Konferenz in Nürnberg

Für alle Web/Mobile affinen unter euch hier Hinweis auf die border:none Konferenz in Nürnberg.

Am 25.10 treffen sich hier bekannte und unbekannte Größen der Online Welt.

Joschi Kuphal von tollwerk und Marc Thiele Organisator von beyond tellerand laden ein.

We're happy and proud to bring to you the very first border:none 2013, a non-profit mini conference spinning out of the Open Device Lab community, dedicated to finding modern ways of thinking, designing and using the increasingly versatile mobile web.

Zu hören sind unter anderem Vitaly Friedman (smashing magazine) und Bastian Allgeier der Entwickler des genialen mini CMS Kirby.

border:none Website

Personas, Projektvisionen und Gescribble – UXLX13

Drei Tage proppenvoll mit UX, das war die UXLX 2013 in Lissabon.
Für mich haben sich vor allem drei Themen besonders herauskristallisiert.
Personas, Projektvisionen und das Handzeichnen.

Personas spielen nach wie vor eine enorm wichtige Rolle im UX Prozess.
In drei von vier Workshops die ich besucht habe wurden Personas verwendet.
Kevin Hoffman, der über Meeting Design referiert benutzt Personas mit einem etwas anderen Ansatz. Seine Personas sind stets bekannte Figuren aus der Film-, oder Comicwelt. Die Features werden anhand der Bedürfnisse der Personas kategorisiert.

Jeff Gotthelf der sich mit Lean UX befasst benutzt „on the fly“ erstellte Personas um das Team bei der Zielfindung zu unterstützen. Dabei werden zwei grob skizierte, realistische Personas auf das Whiteboard gezeichnet. Die Namen, Demographie, Bedürfnisse und wie diese abgedeckt werden können, werden in Stichpunkten notiert.

Auch Giles Colborne dessen Thema die Einfachheit ist, weist auf die Wichtigkeit von Personas hin. Bei ihm dienen diese vor allem zur Bewusstmachung der Nutzergruppen „Mainstreamer“ und „Experts“. Diese Unterscheidung ist sehr wichtig bei der Reduzierung von Komplexität in Oberflächen.

Weitere Varianten von Personas werden in den Talks am letzten Tag der Konferenz erwähnt, dabei auch optisch sehr ansprechende Ansätze mit sehr reduziertem Informationsgehalt (siehe letztes Foto)

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Abbildung 1: Personas Kevin Hoffman

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Abbildung 2: Personas Jeff Gotthelf

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Abbildung 3: Personas Giles Colborne

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Abbildung 4: Personas Autor unbekannt

Was mir auch in vielen Varianten begegnet ist kann man als eine Art Projektvision oder Projektauftrag bezeichnen. Ein Lückentext, wie er ähnlich auch zum Erstellen von Scrum User-Stories benutzt wird, formuliert einen Auftrag an das Team.

Besonders intensiv wurde das beim Lean UX Workshop mit Jeff Gothelf praktiziert. Hier wird die Vision anhand der Personas konkretisiert.
Auch Kevin Hoffman benutzt diese Technik um im Team Konsens und Bewusstsein für den Projektauftrag herzustellen.

Bei Giles Colborne wird ein Experience Cheat Sheet erstellt, das in die Rubriken Practical Emotional, Values eingeteilt wird.

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Abbildung 5: Jeff Gothelf – Übung UX Sheet

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Abbildung 6: Giles Colborne – Experience Cheat Sheet

Ein Workshop den ich leider nicht besucht habe, war der von Luise Klinker. Ihre Botschaft ist: „Jeder kann zeichnen!“. Auch Kevin Hoffman regt an vor allem Teammitglieder/Meetingteilnehmer zum sketchen, storyboarden und scribbeln anzuregen, die nicht zeichnen können. Ein Strichmännchen tut es auch und man kann mit einfachen Mitteln darstellen, was man im Kopf hat. Wichtig ist einzig, dass es da herauskommt (aus dem Kopf) und für andere sichtbar wird.

Alles in allem bin ich begeistert von der Konferenz: Sehr anspruchsvolle Workshops, tolle Talks und vor allem viele begeisterte und engagierte UX Designer. Der rege Austausch mit den Sprechern und Kollegen aus anderen Ländern war wirklich intensiv. Nicht zuletzt deshalb ist die UXLX auch für erfahrene UX-Designer eine Inspirationsquelle die für frischen Wind im Arbeitsalltag sorgt.

Ressourcen:
Giles Colborne – Advance Usability

Kris Higgins Sketchnotes